Das Leben, Liebe und ganz viel Love me Tender

„Love me Tender“, ist eine sinnlich romantische Kurzgeschichte, über das Leben, die Liebe und Musik, geschrieben von Monika Detering.

Damals war sie fünfzehn, als sie von Paris und der grossen Freiheit träumte. Marlene, die sich inspiriert von den Fotos der Schauspielerinnen in den Modezeitschriften, ihre Haare rot färbte. In der Strasse, in der sie wohnte, hatte kaum einer rote Haare hier war man blond, in allen Schattierungen. Sie fand sich jedoch selbst aufregend, mit ihrem wippenden Pferdeschwanz.
Doch es war auch der Sommer des Jahres 1957 indem sie mit Freunden aus ihrer Strasse zum Zelten fuhr.

Mit Elvis’ „Love me tender“ eroberte sie sich die Liebe. Aber das Leben wurde nicht so, wie sie es sich erträumte hatte. Längst gab es andere Musik, die Marlene Augenblicke des Glücks schenkten. Die Musik von „Love me Tender“ aber blieb eine geheime Liebe, obwohl es jede Zeit nicht mehr gab.
Bis sie Jahre später der Tanz am Ufer des Flusses, jene Begegnung mit dem Fremden wieder einholt und  sein Blick, ferne Erinnerungen an damals wieder weckten.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr sinnlich und romantisch der den Leser Träumend in den fernen Erinnerungen Marlenes schwelgen lässt. Dabei baut die Autorin eine angenehme Spannung auf, die sich durch die Geschichte hindurch zieht, sodass man der Story aufmerksam folgt und sich gut in die Geschichte hineinversetzten kann. Mir hat die Geschichte gut gefallen und auch unterhalten, und doch hat mir die Pointe am Schluss etwas gefehlt.

Ein netter Snack für Zwischendurch, über Liebe das Leben und die Musik, der unterhält.

 

Das Model und der Cowboy

Der Roman „Prescott Sisters – Der Amerikaner“, ist der vierte Band der Prescott Sisters-Reihe, in dem das Model Tessa auf einer abgelegenen idyllisch liegenden Pferde Ranch in Kansas, ihren Cowboy fürs Leben findet, geschrieben von Karin Lindberg.

Das angesehene und vielgebuchte Model Tessa Prescott, geniesst ihr Leben, voller Bitzlichtgewitter, Twitter und Selfieposts, in vollen Zügen. Dabei liebt sie es, ständig für Termine um die ganze Welt zu reisen. Ja sie könnte behaupten, das ihr Leben, so wie es gerade läuft, perfekt ist, und sie für nichts und niemanden eintauschen würde.

Eigentlich hatte sie kein Problem damit, mit ihrem Vater, eine Pferdezucht aufzusuchen, um ihm bei der Auswahl neuer Jungpferde zu helfen. Schliesslich liebt sie die Tiere und auch das Reiten.
Doch das diese spezielle Ranch mitten im Nirgendwo liegt, und sie dadurch fast eine Woche in Kansas vergeudet, das störte sie daran gewaltig.

Als dann noch Helen, die neue Lebensgefährtin ihres Vaters ins Krankenhaus muss, und ihr Vater kurzentschlossen den Flug umbuchen, ist Tessas Unmut vollkommen. Doch damit nicht genug, denn nie hätte sie damit gerechnet, dass ein sehr attraktiver, aber äußerst wortkarger und muffeliger Cowboy ihr die unfreiwillige Reise nach Kansas zur Hölle machen würde. Die Rede ist von Derek Hawkins, einer der Ranch Besitzer. Sein Gesichtsausdruck ist durchweg grimmig und seine Art ihr gegenüber stets abweisend und doch gerät Tessas Herz bei seinem Anblick ins Stolpern. Hat Derek einfach nur eine harte Schale die geknackt werden muss und darunter entpuppt sich ein weicher Kern, oder kann er Tessa wirklich einfach nicht ausstehen und ist froh wenn sie wieder fort ist?

Auch im vierten Band der Prescott Sisters, überzeugt die Autorin mit ihrem Schreibstil, der sehr angenehm und flüssig zu lesen ist. Dabei kommt man sehr fliessend durch die einzelnen Kapitel, und kann sich gleich zu Beginn gut in die Geschichte hineinversetzten. Etwas wortkarg und zu muffelig war mir hingegen Derek, der nicht aus sich herauszukommen scheint. Immer wieder lässt er Tessa abblitzen, ist ihr Gegenüber abweisend und hat es mir sehr schwer gemacht, Sympathie für ihn zu empfinden. Zwar legt sich sein Gehabe fast am Ende der Geschichte, doch wirkte das ganze dann etwas zu aufgesetzt auf mich. Super hingegen fand ich das Bonuskapitel Derek, das mir einen besseren Eindruck über Derek gegeben hat. Hier bin ich fast warm mit ihm geworden und konnte genau das wiederfinden, das ich während der Geschichte an Gefühlen und Emotionen vermisst habe.

Tessa hingegen ist sehr liebenswert und lebenslustig, die ganz genau weiss was sie im Leben erreichen möchte. Daher war ich umso erstaunter, über ihr Verhalten Derek gegenüber. Ob Liebe blind macht, oder ob sie einfach die Rosarote Brille aufgesetzt hatte? Als sie sich endlich etwas näher kommen, hatte ich schon gehofft, das nun endlich die grossen Gefühle und Emotionen kommen, doch darauf musste man leider bis fast am Schluss warten. Mir war das Verhältnis der beiden und die angehende Liebesgeschichte etwas zu oberflächlich und nicht ganz glaubwürdig dargestellt.
Ich finde die Prescott Sisters, eine spannend und toll geschriebene Reihe, die gut unterhält, jedoch von der Liebesgeschichte, den aufkommenden Gefühlen und der sich entwickelten Romanze, mich nicht voll und ganz überzeugen konnte. Zwar findet am Schluss der Reihe jede der fünf Schwestern ihren Herzensmann, doch sind sie bis dahin zu Sprunghaft, das nicht ganz echt rüberkommt und etwas aufgesetzt wirkt.

In der 5-Teiligen Prescott Sisters Reihe, wird in jedem Band eine der fünf Schwestern unter die Haube gebracht. Da die Geschichten in sich geschlossen sind, können die jeweiligen Bänder unabhängig voneinander gelesen werden, und es bedarf keiner Vorabinformation. Und doch werden die wichtigsten Informationen wiederholt und gut beschrieben, sodass man der Story gut folgen kann.

Der vierte Band der Prescott-Sisters Reihe ist emotionsgeladen, bei dem die Gefühle jedoch erst zum Schluss rüber kommen, mich jedoch nicht überzeugen konnten und mir zu oberflächlich waren. Tessa ist die vierte der Prescott Sisters, die im Hinterland Kansas ihren Cowboy finden.
Und doch ist der Roman „Der Amerikaner“ unterhaltsam,sticht jedoch nicht mit Romanze und grossen Gefühlen hervor.

Eine wundervolle Geschichte über Liebe und Freundschaft für Kinder zum Vorlesen

„Paul und Konopke “ ist ein sehr warmherziges und schönes Kinderbuch, über einen verlorenen Schatz und eine angehende Freundschaft zwischen zwei ungleichen Tieren, geschrieben von Christin Burger.

Paul der kleine gelbe Kanarienvogel, war eine Zeitlang gefangen in einem Käfig seines Besitzers. Doch eines Tages vergass dieser die Käfigtür zu schliessen, und so flog der kleine Kanarienvogel in den weiten blauen Himmel davon, bis er den Momsawi Wald erreichte.

Doch Paul, der schnellste Kanarienvogel der Welt, ist anders als die Waldtiere des Momsawi Waldes, und fühlt sich unter den zahlreichen Waldbewohnern alleine und einsam. Denn er ist der einzige seiner Art und weil nicht alle Kanarienvögel soviel Mut und Glück wie Paul haben, überspielt er seine Angst mit heftiger und nerviger Angeberei. Dabei macht er sich bei den anderen Waldbewohnern keine Freunde und so ist Paul immer alleine.

Nicht weit vom Momsawi Wald enfernt, befindet sich ein blubberndes und stinkendes Sumpfgebiet, in welchem die Rattenhexe Xilvia, in ihrem Schloss aus Schrott, wohnt.
Man sagt sie bewache dort einen Schatz von ungeheurem Wert. Dabei interpretiert jedes der Waldtiere eine ganz eigene Vorstellung vom Wert des Schatzes.

Eines Tages jedoch, ist Xilvia sehr erbost und aufgebracht und verwandelt alle ihr in den Weg kommenden Waldtiere des Momsawi Waldes zu Stein. Jemand habe ihren Schatz gestohlen. Die keifende Stimme Xilivas ist durch den nun so stillen Wald, deutlich zu hören.
„Solange ich meinen Schatz nicht wiederhabe, wird kein Tier jemals wieder schnüffeln, schnuppern oder sonst etwas tun“.

Voller Angst fliegt Paul durch den nun so Tierleeren Wald und trifft dort auf den brummeligen und brummenden Brummbär Konopke. Die Blitze Xivilas prallen jedoch an Konopke ab, denn Brummbären tragen so viel Liebe in sich, das sie nie zu Stein verwandelt werden können.

Werden es die beiden noch rechtzeitig schaffen zwischen tobenden Blitzen und versteinerten Waldtieren, den gestohlenen Schatz Xilvias zu finden?

Die Autorin hat einen wahnsinnig warmherzigen und schönen Schreibstil der mich begeistert und mir sehr gut gefallen hat. Ihre Sätze sind kindgerecht, kurz und verständlich gewählt, sodass man der Geschichte aufmerksam und mit Spannung folgen kann. Dabei sind die Handlungsstränge einfach dargestellt und auch schon Kleinkinder ab 4 Jahren können dem Abenteuer von Paul und Konopke gut folgen ohne überfordert zu sein.
Mit den beiden Figuren Paul und Knopke erschafft die Autorin zwei sehr liebevolle und tolle Charaktere die sehr gut in die Geschichte passen. Paul der als Einzelgänger im Momsawi Wald wohnt, fühlt sich allein und findet durch seine nervige Angeberrei keine Freunde. Denn niemand möchte wegen seiner Art mit ihm befreundet sein. Auch Konopke der brummelige Braunbär ist ein sehr liebevoll dargestellter Charakter, der eher zurückgezogen und allein in seinem Bau wohnt.
Die Bootschaft des sehr weissen Brummbären Konopke über Liebe und Freundschaft kommt an, sodass Kinder einiges beim lesen und zuhören lernen können.
Denn hat man die Liebe erstmals verloren, so ist man mit Hass und Angst erfüllt. Die Liebe und Freundschaft ist das teuerste Gut das man besitzt, das man immer bewahren und schützen muss. Auch mit Angeberrei kommt man nicht weiter das Kinder in der Geschichte lernen. Auch Paul hat festgestellt das er mit seiner Angeberrei nicht weiter kommt und darüberhinaus sich auch keine Freunde macht und findet.
Sehr schön finde ich auch, die Freundschaft, die die beiden am Schluss verbindet. Denn Freunde zu haben ist etwas schönes und sehr wichtig.

Erwähnenswert sind auch die wunderschönen und farbenfrohen Bildillustrationen die aus der Feder von Nicole Bertram stammen. Die liebevoll gezeichneten Illustrationen füllen die grossen Buchseiten des Kinderbuches aus und lassen die Geschichte so bildhaft aufleben. Dabei gibt es, in den zum Text passenden Bilder, so einiges zu entdecken und bestaunen. Toll finde ich auch die Optik und der Rand zwischen den Buchseiten, der wie ein Ledereinband aussieht. Die Illustrationen sind so herzig und liebevoll gezeichnet, das man sich an den wunderschönen Bildern gar nicht satt sehen kann und uns allesamt begeistert und gefallen haben.
Die einzelnen Buchseiten sind vom Text her nicht überladen, sodass auch Leseanfänger grosse Freude beim Lesen des Buches haben werden.

„Paul und Konopke“ ist ein tolles und farbenfroh Illustriertes Kinderbuch, in dem die beiden ein spannendes Abenteuer erleben und dabei auch noch etwas über Liebe und Freundschaft lernen. Ein besonderes Lesevergnügen für Kinder ab 4 Jahren zum Selbst- und Vorlesen.

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Fruchtsauger für den Anfang der Beikost geeignet nicht aber darüberhinaus

Ich muss gestehen, das ich bis vor kurzem die Fruchsauger gar nicht kannte, und erst durch meine Freundin die ein Kind im selben Alter wie wir haben, aufmerksam geworden bin. Daher war ich zu Beginn skeptisch den Kinder sollen ja das Essen lernen.

Ein Fruchtsauger ist ein aus BPA-freiem Silikon verarbeiteter grosser Schnuller, in welchen man rohe oder gekochte Obst- oder Gemüsestücke hineingeben kann. Das Kleinkind, empfohlen ab Beikostalter oder 10 Monaten kann den Fruchtsauger sehr gut am Griff festhalten und am Silikonsauger lutschen ohne sich dabei zu verschlucken.
Ich finde der Fruchtsauger ist auch irgendwie ein Schnullerersatz, denn er weisst eine ähnliche Form auf und erinnert Kinder an den Schnuller der jedoch nach dem bestückten Obst und Gemüse schmeckt.

Der Silikonsauger kann einfach herausgenommen werden und ist daher hygienisch und einfach zu reinigen. Seitlich des Saugers, befindet sich eine Verschlussklappe die bisher immer fest verschlossen gewesen ist, sodass die Frucht und Gemüsestückchen nicht herausfallen können. Auch der Grill ist griffig und kann von kleinen Kinderhänden gut in die Hand genommen werden. Da der Fruchtsauger vom verwendeten Material sehr leicht ist, können Kinder den Fruchtsauger ebenfalls gut heben und sich immer wieder in den Mund stecken um an der Frucht oder dem Gemüse zu naschen.

Ich betrachte den Fruchtsauger weiterhin skeptisch denn Kinder sollen lernen eigenständig zu essen. Für Unterwegs oder am Anfang wenn man mit der Beikost beginnt, ist der Fruchtsauger durchaus eine nette Alternative um dem Kind verschiedene Obst und Gemüsesorten näher zu bringen. Auch ich habe meinem Kind mit dem Fruchtsauger so verschiedene Lebensmittel zum schmecken und kennen lernen präsentieren können. Doch mit der Zeit habe ich dann angefangen Fingerfood direkt in die Hand zu geben und die Angst, dass er sich daran verschlucken könnte war unbegründet.

Daher sehe ich die Fruchtsauger als eine Modeerscheinung, die man für den Beginn der Beikost und das erkunden und kennen lernen der unterschiedlichen Frucht und Gemüsesorten, seinem Kind für den Anfang zum schmecken und saugen präsentieren kann. Kinder lernen so spielerisch Lebensmittel kennen und schmecken. Doch wenn das Kind erstmal richtig Essen kann, finde ich die Fruchtsauger nicht mehr empfehlenswert und würde davon abraten. Denn dann können und sollen Kinder mit ihren Zähnen lernen zu kauen und richtig zu essen.
Herzig hingegen ist das Steckband an welchem der Fruchtsauger befestigt und an der Kleidung des Kindes geclippt werden kann. Dieser kann auf der Rückseite mit Namen des Kindes versehen werden.

Fruchtsauger sind für Kinder die noch keine oder wenig Zähne im Mund haben und trotzdem die Geschmäcker der Frucht und Gemüsesorten kennen lernen möchten. Auch für den Beginn der Beikost können die Fruchtsauger angewendet werden. Jedoch sobald Kinder richtig essen können, darf man seinem Kind getrost das Obst und Gemüse in Fingerfoodgrosse Stücke präsentieren und anbieten.

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Saisonale Rezeptsammlung geordnet nach Jahreszeiten

„Mein Gartenkochbuch – Saisonale Rezepte querbeet“, ist eine bunte, nach Jahreszeiten geordnete Rezeptsammlung , in der sich unter anderem auch viele Ideen, Anregungen, Anbau und Erntetipps zu zahlreichen Obst und Gemüsesorten befinden, die in leckeren Rezepten dargestellt sind, geschrieben von Katrin Schmelzle und veröffentlicht im Ulmer Verlag.

Erdbeeren im Winter, Trauben im Frühling, und Tomaten das ganze Jahr hindurch. Längst haben wir uns an den Luxus, aus dem vollen zu schöpfen gewöhnt, sodass wir zu jeder Jahreszeit aus einer breiten und uns dargebotenen Palette an unterschiedlichen Obst und Gemüsesorten wählen können. Selbst solchen, die gerade keine Saison haben und in unseren Breiten unter freiem Himmel gar nicht gedeihen können, sind dabei zu finden. Doch ist dieses Konsumverhalten wirklich sinnvoll?

Seit einigen Jahren jedoch ist ein Umgedenken in der Gesellschaft zu beobachten. Es wird wieder mehr Wert auf heimische, saisonale Obst und Gemüsesorten gelegt.
Der neue Trend geht zum selbst Gärtnern, im eigen angelegten Beet oder Hochbeeten mit erntefrischen Obst und Gemüsesorten die auf den Tisch kommen.

Das Gartenkochbuch ist kein klassisches Kochbuch, vielmehr bietet es eine bunte nach Jahreszeiten geordnete Rezeptsammlung, einmal quer durchs Bett. Dabei sind viele Ideen, Anregungen sowie Anbau-, Pflege und Erntetipps zu zahlreichen heimischen und saisonalen Obst und Gemüsesorten zu finden, die in leckeren Rezepten und schmackhaft dargestellten Rezeptbildern verwendet werden. Auch die ganz Kleinen werden in das Rezeptbuch mit einbezogen, sodass nette und kindgerechte Rezeptvorschläge herzig präsentiert und Kinder für Obst und Gemüse begeistern sollen.

Sehr gut gefallen und informativ sind die Themenkästchen wie „Hätten sie Gewusst“, die unter anderem auch so einige Verarbeitung und Aufbewahrungstipps parat halten. Hierbei erfährt man auch so einiges wissenswerte über das jeweilige Obst und Gemüse, leckere Rezeptvorschläge und zu welcher Jahreszeit das Produkt angebaut und geerntet werden kann. Viele der vorgeschlagenen Rezepte sind fleischfrei, und mit einfachen Zutaten versehen die grosse und kleine Hobbyköche für die gesunde Gartenküche begeistern. Dabei sind die meisten der Rezepte schnell und einfach zuzubereiten, die ohne grosse Aufwand gelingen. Daher sind die Rezepte, für alle geeignet, die sich bewusst und saisonal ernähren möchten.

Aufgebaut ist das Rezeptbuch nach den Jahreszeiten, beginnend mit einem netten Vorwort und einer kleinen Einführung in das Buch. Weiter wird die Frühlingsküche und ihre Gaumenfreuden vorgestellt. Dabei sticht der Frühling mit frischen Kräutern, zartem Gemüse und Obst hervor, der Einzug in unsere Küche erhält und farbenfrohe Köstlichkeiten, wie Suppen, Salate, Dips und leichte Gemüsegerichte auf den Tisch zaubert. Vor allem die Kräuterküche hat nun Hochkonjunktur und neben Schnittlauch, Petersilie und Kerbel, werden auch Wildkräuter vorgestellt, womit sich im Gericht Handumdrehen in leckere würzen und verfeinern lassen.

Weiter geht es mit der Sommerküche, die zum Schlemmen im Sommerparadies oder zu Picknicknachmittag im Grünen mit einem reichhaltigen Angebot an knackig frischen, gesunden und leckeren Zutaten einlädt. Dabei haben Kirschen, Aprikosen, und viele Beeren Hochsaison, die für leckere Süssspeissen, Kompott oder herzhafte Kuchen eine leichte und wahre Gaumenfreude liefern. Doch auch Karotten, Bohnen, Erbsen und andere leckere Sommergemüsesorten lassen sich zu leichten Snacks, Quiche und andere kulinarische Köstlichkeiten verarbeiten.

Klassiker wie Kartoffeln, Brokkoli, Lauch und auch der Kürbis dürfen in der Hebstküche nicht fehlen und eigenen sich hervorragend für die Zubereitung feiner Cremesuppen. Auch der Knollensellerie wird vielseitig vorgestellt und sogar die Quitte kann ihre Comeback feiern. Was gibt es da schöneres, als im Garten in der strahlenden Herbstsonne, mit einem leckeren Stück Apfel oder Pflaumenkuchen die Goldene Jahreszeit zu geniessen?

Als letztes Kapitel, wird die deftige und raffinierte Winterküche vorgestellt. Auch hier darf man sich während frostiger Kälte, Sturm, Eis und Schnee, auf leckere deftige Suppen, raffinierte Gratis, knusprige Rösti oder gar auf eine kackig-süsse Verlockung freuen.

Besonders gut hat mir die farbenfrohe und einladende Aufmachung und Gestaltung der Jahreszeiten und Rezeptfolgen im Buch gefallen. Denn oftmals mittig ist ein grosses und ausdrucksstarkes Rezeptbild zu sehen, um das sich ein Rezept sowie farblich hervorgehobene Info und Themenkästen befinden. Auch die Kinderrezepte sind mit einer sehr schön dargestellten Illustration versehen, sodass man sich das Rezept richtig bildhaft zum nachmachen vorstellen kann.
Auf den hinteren Seiten befindet sich ein sehr übersichtlich und gut gestalteter Saisonkalender auf dem heimische Kräuter, Obst- Gemüse und Salatsorten auf einem Blick, nach Vor- Haupt- und Nachsaison gekennzeichnet sind. Auch ein Alphabetisches Register zum schnellen nachschlagen von einem Lieblingsrezept ist auf den letzten beiden Seiten des Buches gut aufgelistet.

Mein Gartenkochbuch ist ein übersichtlich gestaltetes Kochbuch, das mit köstlichen und traditionellen sowie ausgefallenen Rezepten zum nachkochen und backen verlockt. Darüber hinaus sind zahlreiche und nützliche Tipps, zur Lagerung, Anbau, Ernte und Verarbeitung von Obst Kräuter und Gemüse der Saison in farbliche hervorgehobenen Themenkästchen zu finden die Informativ und Wissenswert für mich waren. Ein Lesevergnügen das den Hobbykoch in einem weckt.

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Mafiosis mischen humorvoll auf

„Porca Miseria“ ist eine humorvolle Kurzgeschichte, indem der Mafiosi Rico im Auftrag seines Chefs, ohne Waffengewalt und ganz unüblich den neu eröffneten Laden der Familie Calussi, mit seinem Hund El Diablo aufmischen soll, geschrieben von Jennifer Wellen.

Luigi Montalcini, das Oberhaupt der Familie Monatlcini ist ausser sich vor Wut. Denn der neu Eröffnete Coffeeshop der Familie Calussi, lag eindeutig auf ihrer Seite und hatte dort einfach nichts zu suchen. Somit beauftragt er Rico mit seinem Hund, den Laden der Familie Calussi mal so richtig aufzumischen. Doch genau darin lag das Problem. Wenn er eins nicht wollte, dann war es mit dem Hund zu arbeiten. Denn der Dobermann Namens El Diablo, das soviel bedeutete wie der Teufel höchstpersönlich, war jedoch alles andere als Teuflisch und Angsteinflössend. Der Hund war eher ein dummes, gutmütiges Schaf, das sich bei jeder Kleinigkeit in den Hundehintern machte.

Doch sein Boss wollte keine Waffengewalt wie sonst, sondern die Sache mit mit El Diablo aus der Welt schaffen. Dabei sollte er zur Mittagszeit wenn die Leute auf der Strasse sind, im Laden der Familie Calussi aufkreuzen und ihnen das Fleisch aus ihren knochigen Hintern beißen.
Somit bleibt für Rico nur eine Möglichkeit. Er musste innerhalb von vierundzwanzig Stunden, aus dem Schisser eine reißende Bestie machen um den Auftrag durchführen zu können. Andernfalls wird es für Rico selbst vermutlich nicht besser aussehen und er landet im schlimmsten Fall, mit Bleibestückten Füssen im East River zusammen mit dem trotteligen Hund.

Die Autorin ist promovierte Biologin und arbeitet seit einigen Jahren als Dozentin in der Erwachsenenbildung. Wenn sie nicht gerade angehende Physio- und Ergotherapeuten unterrichtet, schreibt sie mit Wonne Kurzgeschichten oder Frauenromane.

Sehr angenehm und fliessend ist der Schreibstil der Autorin, der den Booksnack zu einer unterhaltsamen und humorvollen Geschichte aufleben lässt. Dabei schafft es die Autorin, trotz der wenigen Seiten, eine angenehme Spannung aufzubauen, sodass man den Handlungssträngen gut folgen kann. Die Charaktere werden oberflächlich und doch charmant witzig beschrieben, sodass ich einige male schmunzeln musste, und mir die Wortgefechte dabei bildhaft vorstellen konnte.
Die vorhersehbare Wendung am Schluss, war zum schmunzeln, konnte mich jedoch von der Handlung nicht ganz mitreisen und überzeugen. Und doch hat mich der Booksnack unterhalten und zum schmunzeln gebracht.

Vegetarisch klassische Alltagsrezepte, einfach nachgekocht

Das Kochbuch „Einfach Köstlich Vegetarisch“,  stammt aus der Kochbuchreihe „Einfach Köstlich“ und ist der 7te Band, indem sich ein reichhaltiges Angebot aus leckeren vegetarischen und herkömmlichen Speisen befinden. Eingeleitet mit einem passenden Bibelvers, sind die Rezepte, Empfehlungen aus Mamas Küche.

Die Vegetarische Küche ist schon lange keine Modeerscheinung mehr, sondern hat sich als fester Bestandteil in der modernen Küche bereits etabliert. Denn immer mehr Menschen suchen nach einer ausgewogenen und alternativen Ernährungsweise indem sie ihren Fokus weg vom Fleisch und mehr auf gesundes und Saisonales Obst und Gemüse legen.
Sich vegetarisch zu ernährend, ist nicht nur wahnsinnig schmackhaft, sondern beeinflusst auch langfristig unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Glaubt man Ernährungswissenschaftler, so wird heute eine vollwertige Mischkost empfohlen, bei dem der Körper mit allen notwendigen Nährstoffe, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung entspricht daher, zwei Fleischmahlzeiten und einer Fischmahlzeit pro Woche.

Der Schwerpunkt einer vollwertigen und gesunden Ernährung, ist die ausreichende Zufuhr von Getreideprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, frisches Obst und Gemüse die in den täglichen Speiseplan mit eingebaut werden.
Das Rezeptbuch hält dabei so einige vegetarische Genüsse bereit, sodass man auf ein reichhaltiges Angebot an leckeren vegetarischen Rezepten zugreifen kann, die alltagstauglich und leicht nachzukochen und backen sind.
Eingeleitet werden alle Rezeptkategorien mit einem netten Vers aus der Bibel der passend und schön gewählt wurde.
Sehr gut hat mir folgender Spruch gefallen, der nicht im Buch selbst sondern auf der Rückseite zu finden ist:
„Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume und Früchte, die Samen bringen, zu eurer Speise.“
Ein toller Spruch der nicht nur sehr schön ist, sonder auch zum nachdenken anregt.

Das Rezeptbuch ist unterteilt in vier Hauptgruppen, die mit einer grossen Auswahl an Salate, Dips & Saucen beginnt. Weiter werden Suppen, eine Vielzahl an  Hauptspeissen und süssen Desserts vorgestellt, die sich einfach und ohne exotische Frucht oder Zutatenkomposition nachkochen und backen lassen. Dabei ist ein Grossteil der Rezepte auf vier Personen abgestimmt. Die Rezepte selbst sind übersichtlich gestaltet und werden mit einer Zutatenliste und einfach beschriebenen Zubereitung dargestellt. Dabei wird jedes Rezept mit einem grossen Speissenbild veranschaulicht.
Leider kommt es vereinzelt vor, dass das Rezept nicht mit den Zutaten oder der Zubereitung des Rezeptbildes übereinstimmt. Und doch kann man sich aufgrund der guten Bildqualität das Rezept gut vorstellen, das sehr schmackhaft und zum nachkochen angeregt, präsentiert wird.
Auf den letzten beiden Doppelseiten, ist ein alphabetisch dargestelltes Inhaltsverzeichnis abgedruckt, das die 113 klassisch und vegetarisch schmackhaften Rezepte auflistet.

Ein gutes und schmackhaftes Gericht, muss nicht immer Fleischhaltig sein, sondern kann auch aus Getreideprodukte und Gemüse, zu einem vegetarischen Genuss werden. Das Kochbuch „Einfach Köstlich Vegetarisch“ zeigt anhand von einfachen überwiegend klassischen Rezepten, wie einfach die Vegetarische Küche auf für unerfahrene Hobbyköche gut in den Alltag mit eingebracht werden kann. Dabei sind sehr einfache Salate, Suppen, Hauptspeissen und Desserts bis hin zu raffiniert schmackhaften Rezepten zu finden.

Ein vegetarisch köstliches Kochbuch, das christliche Verse enthält, und mit schönen und grossen Rezeptbildern versehen ist, die mich besonders durch die Vielfalt an Hauptspeissen und Salatkreationen begeistert haben. Viele Rezepte jedoch, sind sehr klassisch und waren mir bereits bekannt, die besonders für unerfahrene Hobbyköche sehr einfach zum nachkochen sind.
Der 7te Band der einfach Köstlich-Reihe, ist ein vegetarischer Genuss, der aus Empfehlungen aus Mamas Küche besteht.

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Wilhelm & Wilma zwei blaue Monster herrlich lustiger Lesespass

Das Kinderbuch „Wilhelm & Wilma – Geheim geht anders“, ist ein herrlich lustiger Lesespass für Kinder, bei dem Jaro zusammen mit Wilhelm und Wilma ein verrücktes Abenteuer erlebt und dabei echte Freunde findet, geschrieben von Uli Leistenschneider und Illustriert von Isabelle Göntgen.

Der 8-jährige Jaro Löwenstein ist zusammen mit seinen Eltern in die neue Wohnung in der Sängerstrasse 59 gezogen. Dort wohnen sie im ersten Stock, genau über der älteren Frieda Funkel, die schon sehr sehr lange hier wohnt und über Lutz Lötterböse, der ihr neuer Vermieter ist. Er liebt es sich zu fotografieren und macht den ganzen Tag unentwegt Selfies von sich.

Als Jaro aus dem Fenster in seinem Zimmer schaut, entdeckt er einen riesigen Kirschbaum, an dem er sich mühelos entlangangelt und wenig später in einem blühenden Garten steht. Plötzlich entdeckt er zwischen Blumen und Rhababer eine rote Sonnenbrille und einen alten Socken, die er mit nach Hause nimmt.
Wenig später probiert er im Bad gleich man seine neue Sonnenbrille auf und fährt beim Blick in den Spiegel erschrocken zusammen. Auf der Toilette sass ein blaues Wesen, ein Monster fährt es aus ihm heraus.

Zum Glück sind die beiden Wesen die sich als Wilhelm und Wilma vorstellen, gar kein bisschen gruselig, sondern blau, lieb und so wahnsinnig kuschelig. Doch leider sind sie auch nicht wirklich nützlich wenn man neue Freunde finden möchte. Und so stellen sie Jaros und Familie Löwensteins Leben gewaltig auf den Kopf.

Wilhelm und Wilma sind zwei richtig herzige, liebevolle und kuschelig weiche Wesen die mit Monster so gar nichts gemeinsam haben. Vielmehr sind sie herrlich lustig und immer für einen Spass zu haben. Doch Jaro möchte so gerne neue Freunde in der Schule finden, das mit den beiden gar nicht so einfach ist. Auch Jaros Figur wird toll und liebevoll beschrieben. Denn er ist ein aufgeweckter, netter und intelligenter Junge der Wilhelm und Wilma sogar zurechtweist, als diese den Porsche kurzerhand ausleihen und eine Spritztour machen. Das hätte böse und gefährlich enden können, doch Jaro reagiert richtig und vorbildlich, das mir sehr gut gefallen hat. Auch die vielen weiteren Charakter wie Jaros Eltern, Emilia, die ältere Dame Frieda Funkel, Lutz Lötterböse und nicht zuletzt Karl Knacke sind lustige, verrückte und seltsame Charaktere die sehr gut in die Geschichte passen und diese vervollständigen.

Auch der sehr kindgerechte und angenehme Schreibstil der Autorin ist sehr spannend und mitreisend geschrieben, sodass Kinder die Geschichte sehr gut versehen und nachvollziehen können.
Sehr liebevoll gezeichnet, sind auch die wunderschönen Bildillustrationen, die aus der Feder von Isabelle Götgen stammen und immer wieder zwischen, seitlich oder unterhalb des Text zu finden sind. Richtig herzig wirken auch die beiden Monsterköpfe von Wilhelm und Wilma, die jeweils seitlich auf den Doppelseiten hervorspickeln.
Sowohl die schönen Illustrationen als auch die nette und herrlich witzige Geschichte haben uns sehr gefallen, sodass wir mit grosser Spannung, in das Abenteuer von Jaro Wilhelm und Wilma eintauchen und sie begleiten konnten.

Geheim geht anders, ist ein gelungenes und herrlich lustiges Kinderbuch für Kinder ab 7 Jahre zum Selbst- und Vorlesen.

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Felix verstrickt sich immer tiefer in den Sumpf der Kunstfälschungen

Die Kriminalromane „Die Deadline“ und „Das Strandmädchen“, sind die beiden Folgebänder der AMBACH-Krimiserie, in denen Felix Ambach sich immer tiefer in die zwielichtigen Geschäfte verstrickt und sich mit einer Leiche in seiner Bildhauerwerkstatt nun endgültig an den Kunstsammlers bindet, geschrieben von Jörg Steinleitner und Matthias Edlinger.

Aus der Pistole die Felix Ambach in seiner Hand hält, löst sich versehentlich ein Schuss, der sich in die Haut und Innereien des Journalisten und Blogger Stefan Blank bohrt. Für Blank jedoch kommt jede Hilfe zu spät und so kann der Kunstfälscher nur noch mit ansehen, wie das Leben aus ihm weicht.

Zum ersten Mal in seinem spärlichen Leben, hat der Kunstfälscher Felix Ambach Geld in seiner Tasche. Die illegalen Kunstfälschergeschäfte mit seinem Partner Gabriel de Mono scheinen sich auszuzahlen und so träumt er von einem unbeschwerten Leben mit seiner Dana. Doch Gabriel sieht seine Aussteigerpläne gar nicht gerne und versucht die beiden zu entzweien. Denn Gabriel sieht sich noch nicht am Ziel seiner Pläne, schliesslich steht der ganz grosse Coup noch aus.
Wiedermal schafft es der hinterlistige Kunstberater den genialen Holzbilhauer für sich zu gewinnen und so merkt Felix gar nicht, in welche finsteren Pakt er sich dabei verstrickt. Immer tiefer verfängt er sich in die zwielichtigen Geschäfte und merkt erst als ein Mensch stirbt und seine Freundin in Gefahr gerät, auf welches gefährliche Unterfangen er sich da eingelassen hat.

Wie auch bei den ersten beiden Bänder, beginnt die Deadline mit der Fortsetzung des Cliffhangers, wobei sich Felix immer tiefer in die illegalen Machenschaften der Kunstfälscherrei verstrickt. Der versehentlich gelöste Schuss, wird sehr ausführlich und spannend erzählt, sodass die Geschichte gleich zu Beginn mit Spannung geladen ist. Doch im weiteren Verlauf flacht diese wieder etwas ab und es herrscht eher ein auf und ab der Gefühle des Kunstfälschers. Denn eigentlich möchte er aussteigen und sein Leben mit Dana geniessen, doch immer wieder rudert er zurück und lässt sich von Gabriel kaufen. Fast schon vorhersehbar, kümmert sich Gabriel darum das Dana verschwindet, die auf ein Bild der Kunstfälscherbande stösst.

Das Strandmädchen hingegen beginnt eher weniger nervenaufreibend. Zwar hat Gabriel dafür gesorgt, das Dana aus dem Weg geschafft wird, doch kann sie sich befreien und wird wenig später von Felix gefunden. Die illegalen und zwielichtigen Geschäfte verändern Felix, sodass er einen eher negativen Charakterwechseln durchlebt und mir zunehmend unsympathischer wird. Seine Art wirkt oftmals apathisch, unsicher und charakterschwach, so als ob er hin und hergerissen ist und sich nicht entscheiden kann. Doch mit dem Tod vom Deppenschorsch wird ihm diese Entscheidung abgenommen und Felix bindet sich nun vollkommen an Gabriel und taucht in die Welt der Fälschungen ein.
Naiv und unglaubwürdig wirkt auch Gabriel in manchen Situationen die unverständlich und nicht nachvollziehbar für mich waren.

Wobei ich das Strandmädchen bisher am abwechslungsreichsten in der Handlung und vom Wandel der Charakteren am Intensivsten fand. Auch das Ermittlerduo kommt zunehmend hinter die Kunstfälschungsstränge, ermitteln jedoch noch zu lasch und tappen noch zu oft im Dunkeln. Völlig aus dem Nichts, bahnt sich eine Liebelei zwischen dem Kriminalbeamten Toni und der Vollbusigen Kelly an, das jedoch für mich nicht glaubwürdig und eher unreal rüber gekommen ist. Hierfür hätte man eher dem Ermittlerteam etwas mehr pfiff verleihen können, sodass sie professionell und kompetent rüberkommen.

Weiterhin ist der Schreibstil der Autoren sehr fliessend und mitreisend, sodass der spannend gestaltete Cliffhanger am Ende, den Leser zum weiterlesen animiert. Dabei schaffen es die Autoren eine immer wieder aufkommende Spannung zu erzeugen, die jedoch im Verlauf der Geschichte leider immer wieder leicht abflacht.
Ich hoffe, das sich die Charakterzüge von Felix wieder normalisieren und er etwas taffer Gabriel gegenübersteht. Auch wünsche ich mir für das Ermittleduo das sie in den Finalbänder ebenfalls taffer und glaubwürdiger in ihren Ermittlungen rüber und weiterkommen.

Die beiden Fortsetzungsbänder der Ambach-Serie konnte mich nicht in allen Charakteren überzeugen, die oftmals naiv, unsicher, unglaubwürdig und denen der nötige pfiff gefehlt hatte. Doch das Strandmädchen war bisher auch der abwechslungsreichste Band indem Felix nun voll und ganz in die Welt der Fälschungen eintaucht und mit einigen spannenden Handlungssträngen überzeugt.

Ich bin gespannt ob die Finalbänder das bisherige toppen können und die Ambach-Serie zu einer gelungen Kunstfälscherkrimi machen.

 

Berührender Roman über Gefühle, Träume und Wendpunkte im Leben

Der Roman „Für einen Sommer und immer“, ist eine sinnliche und berührende Geschichte der Karrierefrau Annika, die in die Dolomiten flüchtet und dort endlich ankommt, um Gefühle und Wendepunkte in ihrem Leben annimmt, geschrieben von Julie Leuze.

Es ist ein letzter erster Sommer der Annika völlig unerwartet aus der Bahn wirft und in die Dolomiten flüchten lässt. Die taffe und so starke Karrierefrau Annika, die in der Presseabteilung der Pharmaindustrie einem gut bezahlten Job nachgeht, kann mit dem Schicksalsschlag, ihrer unheilbar kranken Mutter nicht umgehen. Dabei flüchtete sie überwältigt von ihren Gefühlen in ein Luxushotel nach Südtirol um erstmal abschalten zu können.
Doch die ordnungsliebenden Annika erdrückt die ruhige Idylle des Luxushotels zunehmend, und trifft bei einer gebuchten Bergwanderung auf Samuel.
Sie merkt schnell, das er anders ist, als alle Männer, die sie bisher kennen gelernt hatte. Angesteckt von seiner unausweichlichen Liebe zu den Bergen lässt sie sich von ihm mitreißend und springt dabei über ihren eigenen Schatten. Und bald bemerkt Annika, dass sie von Samuel nicht nur lernt, den Zauber der Dolomiten zu entdecken, sondern auch, endlich ihrem eigenen Herzen dabei Näherkommen.

Annika ist eine taffe Karrierefrau die im Job alles im Griff und unter Kontrolle hat. Nur ihr Privatleben das durch den Schicksalsschlag ihrer todkranken Mutter, aus der Bahn geworfen wird, kann sie nicht kontrollieren das ihr auch irgendwie Angst zu machen scheint. Zu gross sind ihre Vorwürfe an sich selbst, dass sie nicht für ihren Vater da gewesen ist, als er so plötzlich und unverhofft verstorben ist. So sieht sie die Flucht in die Dolomiten als einziger Ausweg vor der Realität und dem baldigen Tod ihrer Mutter. Dabei findet Annika, mit der Hilfe von Samuel zu sich selbst und kommt endlich an, in ihrem Leben. Es ist der Wendepunkt der eine grundlegende Veränderung in Annikas leben darstellt. Denn sie reist sich von ihrer Freundin Helen los, die sie in der Zeit ihrer Freundschaft zu sehr in Schacht gehalten hatte und lernt dabei auch ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen und Verantwortung zu tragen.

Sehr angenehm und locker leicht empfand ich den Schreibstil der Autorin, der mich regelrecht in seinen Bann gezogen und in die schöne Bergwelt der Südtiroler Alpen mitgerissen hat. Ihre sinnliche Art zu schreiben hat mich oft Träumen und auch manchmal über Annikas taffe art schmunzeln lassen. Doch neben der aufkommenden Romanze, gab es auch sehr bewegende Momente in denen es ihrer Mutter zunehmend schlechter geht, und die Geschichte mit Traurigkeit erfüllt.
Dabei schafft es die Autorin eine angenehme Spannung zu erzeugen die sich konstant über die Geschichte hinweg erstreckt.

Aufgebaut ist die Geschichte in mehrere Kapitel, die aus Zeitsprüngen bestanden. Hier wurde der Leser abwechselnd in die Studienzeit und das hier und jetzt mitgenommen und konnte so machen Gedankenstränge über Annikas Leben besser nachvollziehen und verstehen. Dabei konnte man auch etwas mehr über Helen und das Kennen lerne der Freundinnen erfahren. Nicht ganz so toll fand ich Annikas Wechselbad der Gefühle mit dem ich mich nicht ganz so gut auseinander setzten konnte. Denn als man glaubt, das Annika ihr Glück mit Samuel gefunden zu haben scheint, verfällt sie wieder in ihr altes Muster und reagiert vollkommen gefühllos und kalt. Diese sehr drastische Gefühlsreaktion konnte ich nicht nachvollziehen, wobei Annika noch wenige Zeit vorher komplett anders über ihr weiteres Leben gesprochen hatte.
Und doch hat mir der Roman sehr gut gefallen, der mich zum träumen und schmunzeln gebracht hat. Berührende und sinnliche Momente voller Gefühle, Romanze und Wendepunkte haben die Geschichte abgerundet.

Für einen Sommer und immer, ist ein sehr schöner und gefühlvoller Roman, über Wendepunkte im Leben der den Leser träumen, weinen und lachen lässt.