Ein Sommer der alles verändert

Der Jugendroman “ Erdbeersommer – Unterm Sternenhimmel“, ist der zweite Band der Erdbeersommer-Reihe, über ein turbulentes Sommerabenteuer, Pferdeglück und einer zarten Teenagerliebe die Liv, gemeinsam mit Kumpel Finn während ihrer Sommerferien erleben, geschrieben von Ilona Einwohlt.

Die 15-jährige Liv, kann es schon kaum erwarten, denn die langersehnten Sommerferien haben gerade begonnen, und sie darf nun endlich wieder zurück ans Meer. Seit sie denken konnte, verbrachte sie ihre Ferien bei ihrer Tante Isodora und Piet auf dem Friesenhof, im ländlich gelegenen Töwerhaven an der Nordsee. Und mit Hauke ihrem über alles geliebten Schimmelhengst.
Während ihrer Schulzeit, lebt Liv zusammen mit ihrer Mutter in Hamburg, wo sie noch nicht einmal einen Balkon haben. Da war die Freude umso grösser in den Ferien endlich wieder die umbeschwerten Weiten und die frische Prise der Nordseeluft zu schnuppern.

Doch der Sommer beginnt für Liv und die Bewohner Töwerhavens, mit einer Katastrophe. Eine schwere Strumflut und Unwetter wütet über die Nordsee und zerstört Teile der Region, Häuser und Existenzen.  Auch das Ferienparadies ihrer Tante wurde von dem Unwetter in Mitleidenschaft gezogen und versetzt die Bewohner des Friesenhofes in Angst und Schrecken. Fluchtartig verlassen die Gäste den Friesenhof und auch weitere Einnahmequellen sind nicht in Sichtweite. In ihrer Not, beschliessen Isodora und Piet, Livs geliebtes Pferd Hauke zu verkaufen. Auch Finns Eltern, die durch den Sturm ihr gut laufendes Restaurant verloren haben, wissen sich nicht anders zu helfen und  müssen auch Finns Pferd, Morango zum Verkauf anbieten.

Liv die ein Gespräch zwischen Isodora und einer möglichen Käuferin mitbekommt ist entsetzt. Ein Leben ohne Hauke ist für sie unvorstellbar. Sie sieht ihre einzige Chance Hauke behalten zu können, indem sie mit ihm von zu Hause abhaut. Auch ihr Kumpel Finn schliesst sich ihr an, und gemeinsam durchreiten sie ein unvergessliches Sommerabenteuer voller Höhen und Tiefen.

Die Geschichte beginnt mit einem grossen Donnerwetter, indem alle Bewohner des Friesenhofs Reißaus von Piet nehmen. Sein Charakter wird als sehr eigensinnig beschrieben dem man bei schlechter Laune besser aus dem Weg geht. Isodora die Tante von Liv, hat sich an die Schwankungen ihres Mannes Piet bereits gewöhnt, ist eine sehr liebenswerte und hilfsbereite Person die mir durch ihre schlichtenden Art gut gefallen hat. Auch Liv die eine der Hauptcharakter ist, wurde sehr liebevoll, leicht eigensinnig beschrieben, die genau weiss was sie will. Ihre grosse Liebe zu ihrem Pferd Hauke wird ganz wundervoll beschrieben, sodass man ihr abnimmt, welche grosse Gefühle sie für das Pferd empfindet. Im Verlauf der Geschichte kommt sie ihrem Kumpel Finn näher, sie zanken sich, haben Meinungsverschiedenheiten und Knutschen wild miteinander, das ein typisches Teenagergehabe für mich darstellte. Die aufkommenden Gefühle und Romanze der beiden ist greifbar und so sieht man die beiden schon als Liebespaar im Liebesglück schwelgen. Umso unbegreiflicher war mir am Schluss Livs Abweisende Art Finn gegenüber. Plötzlich sollten sie nur noch Freunde sein, und ihr Glück würde sie voll und ganz in ihrer neuen Tätigkeit und ihrem Pferd Hauke finden? Dies war für einen Teenagerroman die ihre erste Liebe erfahren für mich etwas unrealistisch dargestellt. Ein wahnsinnig toller Charakter war Oma Brinkum, die mit ihren schönen und Waisen Worte zum nachdenken angeregt hatte. Von ihr hätte ich zu gerne noch viele weitere Gespräche belauscht.
Auch Finn, seine Eltern, Camilla und die vielen weiteren Nebencharakter passen gut in die Geschichte und runden diese ab.

Sehr jugendlich und angenehm zu lesen war auch der Schreibstil der Autorin der mir gut gefallen hat. Denn hat man einmal mit dem Lesen begonnen, sind die Seiten nur so dahingeflogen und man konnte richtig in Livs Abenteuer eintauchen.
Obwohl ich mit dem zweiten Band der Erdbeersommer-Reihe begonnen habe, konnte ich gut in die Geschichte hineinfinden ohne das mir hierzu Vorabinformationen  gefehlt haben. Die Bänder sind ineinander geschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Und doch erhält man als Leser immer wieder kurze und verständliche Rückblicke, die auf den vorherigen Band schliessen lassen, das für mich sehr informativ und spannend zu lesen war. Während dem Verlauf der Geschichte, baut die Autorin eine steigende Spannung auf, die mit der Katastrophe ihren Anfang nimmt. Immer wieder passieren unvorhersehbare Wendungen die das Abenteuer interessant und spannend machten. Auch die grosse Liebe, der Charaktere zu den Pferden kann man als Leser fast greifbar spüren und nachvollziehen.
Einzig das Gefühlsleben der beiden Teenager und das etwas abgehackt wirkende Ende waren für mich nicht ganz schlüssig und etwas schwer nachvollziehbar. Und doch ist die Erdbeersommer-Reihe ein netter und jungendlicher Sommerroman bei dem nicht nur Pferdeliebhaber sondern auch jung gebliebene Erwachsene und Teenager auf ihre kosten kommen.

Erdbeersommer, ist ein schöner und jugendlich geschriebener Pferderoman über Gefühle, Freundschaft, Jugendliebe und Pferdeglück.

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