Das ungelöste Rätsel der Rabenschlucht

Der Thriller „Kein guter Ort“, ist der 3te Band der Arne Eriksen Reihe, in dem der Psychologe auf eigene Faust im verlassenen Hotel Rabenschlucht ermittelt, um das ungelöste Rätsel der mysteriösen Morde aufzuklären, geschrieben von Berhard Stäber.

Nach seinem letzten Fall, hat es den halben Nordmann
Arne Eriksen, von Berlin ins abgelegene Kviteseid nach Norwegen gezogen. Es war eher eine Flucht, ein Weglaufen vor diesem für ihn so dramatischen Ereignis.
Im vergangenen Sommer hat er dann eine Anstellung als Psychologe, in der psychiatrischen Klinik der Kleinstadt Seljord gefunden.
Ursprünglich war er nach Norwegen gekommen, um etwas Abstand von seiner Arbeit in Berlin zu bekommen. Doch Arne macht sich immer mehr mit dem ihm unbekannten Land vertraut, stellt sich seinen Ängsten und hat immer weniger Panikattaken die ihn Aufsuchen. Bis er von den mysteriösen Morden im Hotel Rabenschlucht erfährt, die ihn faszinieren und sehr anziehen.

Es ist nun 10 Jahre her, als im Hotel Rabenschlucht ein junges Mädchen und ihr Vater zu Tode gekommen sind. Ihre jüngere Schwester Valerie musste dabei zusehen, wie ein Maskierter Mann diese grauenvolle Tat begann. Doch nicht erst seit diesem Tat gilt die Rabenschlucht als ein Ort, an dem seit jeher schlimme Dinge geschehen. Man sagt, es gibt Orte von denen negative Energien ausgehen, so auch die Rabenschlucht.
Auch die Dorfbewohner wissen viel über die Rabenschlucht zu erzählen und meiden den Ort.

Nachdem Janne, die Tochter des Hauptkommissars mit Drogen verwickelt wird, soll der Psychologe Arne sie wieder auf den richtigen Weg bringen. Kommissarin Kari Bermann, ist gar nicht erfreut die verwöhnte Tochter nach Norwegen zu fahren, nutzt jedoch die Gelegenheit um ihren Kollegen und Freund Arne wieder zu treffen.
Doch die Vergangenheit holt sie wieder ein, und auch Arne lässt der Ort und die Geschehnisse nicht los und so stellt er auf eigene Faust Nachforschungen zum tragischen Tod des jungen Mädchens an.
Dabei lässt er sich immer mehr von seiner Intuition leiten,und kommt damit dem Täter so nah, dass er selbst in tödliche Gefahr gerät.

Obwohl es der dritte Band der Arne Eriksen Serie ist, und ich die vorherigen Bänder nicht gelesen habe, konnte ich mich recht schnell und gut in die Geschichte hineinversetzten. Denn jeder Band ist in sich geschlossen und kann unabhängig zu der Reihe gelesen werden. Spannend wird es gleich zu Beginn, indem Kari Bergmann die Freundin und Kollegin von Arne Eriksen in einen Fall verwickelt wird und ermittelt. Nicht ganz klar war mir der Zusammenhang zwischen der Kommissarin Kari Bergmann und dem Psychologen Arne Eriksen, der im Verlauf der Geschichte auf eigene Faust anfängt zu ermitteln, das sich jedoch zu Ende der Story auflöst. Leider lernt man auch die Charaktere nur Oberflächlich kennen wodurch es mir am Anfang recht schwer gefallen ist, mich in die Figuren hineinversetzen zu können.
Sehr angenehm und toll hingegen ist der Schreibstil des Autors. Denn dieser ist so flüssig und mitreisend geschrieben, das man dem Verlauf der Geschichte mit Spannung entgegenfiebert. Zwar konnte ich mich wegen der angekratzten Beschreibungen nicht immer Bildhaft in das Geschehen hineinversetzten, wurde jedoch durch die fliessenden Formulierungen in deren Bann um den mysteriösen Mord der Rabenschlucht gezogen.

Kein guter Ort ist ein spannender und unterhaltsamer Norwegenthriller, der besonders durch seinen atmosphärischen Erzählstil begeistert und mitreist. Um den 3ten Band zu lesen, muss man nicht zwingend die vorherigen Bänder der Serie gelesen haben um die Geschichte zu verstehen, persönlich mag ich es jedoch lieber, wenn ich die Entwicklung der Charaktere mitverfolgen kann.

Die Liebe des Lebens per Flirtportal finde, oberflächlich und kurzweilig

Der Liebesroman „Millionaire Wanted – Mitten in dein Herz“, beschreibt das Leben des erfolgreichsten Dating-Portalbesitzer Conor Viking, dem seine Glaubwürdigkeit durch seine ständigen Eskapaden infrage gestellt wird, geschrieben von Charlotte Tendon.

Der gut aussehende Conor Viking, und Gründer des erfolgreichsten Dating-Portals der Welt, hat bisher in seinem jungen Leben schon einiges erreicht. Er ist Millionär, wird von den schönsten Frauen umschwärmt, und hat bisher sein Liebesleben nicht verstecken müssen. Doch auf die Liebe hat er bisher keinen grossen Wert gelegt.

Mit seinem Datingportal Loveclick, setzt er der Welt und seinen zahlreichen Usern eine rosarote Brille. Dabei droht er mit seinem unzähligen Frauengeschichten, seinen Ruf und das Love-Imperium zu zerstören. Denn seine Eskapaden sind vermehrt grosses Thema in den bekanntesten Boulevardmagazinen, wobei sich die Journalisten um ihn und seine Storys regelrecht reissen.
Dies gefällt seiner angagierten und zielsrebigen Pressesprecherin Ramona so ganz und gar nicht.
Daher ist es an der Zeit, eine plausieble und schnelle Klarstellung für sein Problem zu finden. Sie sieht als einzige Lösung für ihn, das sich der Frauneschwarm Conor selbst, in seinem Flirtportal anmeldet und sich auf die grosse Suche nach der Liebe seines Leben, begibt.

Nur wiederwillig spielt Conor das Spiel um seiner selbst mit, obgleich er genau weiss, das er kein Interesse an den Frauen und einer festen Bindung hat. Bis der Womanizer auf die junge Ella Barnett trifft. Einziges Manko, die hinreisende Ella arbeitet für das von ihm so verhasste Boulevardmagazin Secret als Journalistin. Dabei verfolgt sie längst ihren eigenen Plan um den Womanizer zu entlarven.

Durch den jugendlich und angenehmen Schreibstil der Autorin, gelangt man sehr zügig und fliessend durch die wenigen Seiten des Liebesromans. Auch der Einstieg in die Geschichte und die Handlung war für mir verständlich dargestellt. Und doch hat es mir an Emotionen und aufkommende Gefühle gefehlt, die nur angekratzt und zu wenig beschrieben wurden. Auch die Charaktere Ella und Conor wurden für meinen Geschmack zu oberflächlich beschrieben, sodass man sich nicht richtig in sie hineinversetzten und eine Bindung und Sympathie für sie empfinden konnte. So wird der Womanizer Conor plötzlich vom Frauenmagnet zum Familienvater. Hierzu waren mir die aufkommenden Gefühle zu wenig aufgeführt und beschrieben und die Sprünge, einfach zu gross die mich nicht mitreisen und für die Geschichte begeistern konnten.

Zwar hat die Story des Millionär und Frauenschwarm Conor, durchaus Potential und ist toll für eine Serie, doch wurde sie zu kurz angebunden aufgeführt, umfasst zu wenig Seiten, und lässt zu wenig Gefühle und Emotionen für einen Liebesroman aufkommen, sodass mir beim lesen etwas gefehlt hat.
Millionaire Wanted, ist ein Liebesroman, von dem ich mehr erwartet hätte. Ein Roman den man zwischendurch lesen kann mit jedoch leider nicht mitreisen und für sich begeistern konnte.

Spannender Kurzkrimi

„Requiem“, ist die Kurzgeschichte zum Buch Remexan, in dem der Sohn des arabischen Despoten in der Schweiz entführt wird und Kommissar Erik Lindberg ermittelt, geschrieben von Thomas Kowa.

Der kleine vierjährige Juris, ist der Sohne eines arabischen Despoten und liebt nichts mehr als den Wald und sein altes und klappriges rotes Dreirad aus Metall. Doch sein Vater verbietet es ihm alleine in den Wald zu fahren. Und da die Wachleute seines Vaters wieder einmal mehr Augen für die Dienstmädchen der Familie haben, schafft es Juris ganz unbemerkt in den Wald. Doch diesmal wird der Sohn des arabischen Despoten entführt und nur sein rotes klappriges Dreirad bleibt mit Blutspuren des gesuchten Serienmörders Oliver Braun zurück.

Es ist der einzige offener Fall, den die Bundespolizistin Carla Frey nicht auflösen konnte und vor ihrer Pensionierung hinterlässt.
Der gesuchte Oliver Braun, galt seit vielen Jahren als untergetaucht und die einzige Person, die mehr weiss als sie Preisgibt, ist seine altersschwache Mutter. Diese schweigt jedoch über den Verbleib ihres einzigen Sohnes und tut alles um ihn zu schützten.

Der Schreibstil des Autors ist unverkennbar, angenehm und spannend, sodass sich der Kurzkrimi flott und fliessend liest. Auch die Handlung ist verständliche aufgebaut und alle nötigen Hinweise sind vorhanden, das es mir sehr leicht gefallen ist, gut in die Geschichte hinein zu finden. Dabei schafft es Thomas Kowa, trotz der wenigen Seiten seines Kurzkrimis, eine ausreichende Spannung zu erzeugen, die den Leser mitreist und den Fall spannend verfolgen lässt. Zwar konnte ich eigene Vermutungen eines möglichen Täters anstellen, doch lag ich bis zum Schluss komplett falsch.

„Requiem“, ist ein spannender Kurzkrimi der mir sehr gut gefallen hat und eine toll geschriebener Booksnack für zwischendurch ist.

Der Japanische Inspektor Takeda ermittelt in seinem zweiten Fall

„Inspektor Takeda und der leise Tod“, ist der zweite Band der Inspektor Takeda Krimireihe, in dem Claudia Harms, gemeinsam mit dem Japanischen Inspektor Takeda im Mordfall eines gefeierten Stars der Internetszene ermittelt, geschrieben von Henrik Siebold.

Claudia Harms, ist die Leitende Kriminalhauptkommissarin des Hamburger Dezinats und Kollegin des Japanischen Kommissars Kenjiro Takeda. Dieser ist eigentlich Inspektor der Mordkommission in Tokio und durch ein Austauschprogramm nach Hamburg stationiert worden. Gerade ist er noch dabei mit dem Hamburger Wetter und den deutschen Gepflogenheiten zurechtzukommen, schon steckt er mitten in einem Mordfall.

Markus Sassnitz, ein Star der Internetszene ist Tod aufgefunden worden. Doch dieser wurde nicht nur überfahren und im Anschluss seiner Kleider entledigt, sondern auch noch mit diesen erstickt.
Offenbar hatte der gefeierte Star der Internetszene neben seinen Fans, auch eine menge an Feinden. Dabei geraten sofort einige Verdächtige ins Visier des Ermittlerteams, unter anderem auch die Ehefrau Sassnitz. Genau wie Takeda hat sie eine Vorliebe für Japanische Kunst . Dabei übt die europäische Frau auf den japanischen Ermittler Takeda eine äusserst anziehende und besondere Faszination aus.

Der vorherige Fall des vom Balkon geworfenen Pascals scheint viel zu schell vom Inspektorteam Harms und Takeda abgeschlossen worden zu sein. Plötzlich erinnert sich der Hauptverdächtige an ein wichtiges Detail, das den Fall Markus Sassnitz in ein neues Licht wirft und das Ermittlerteam an den Anfang ihren Ermittlungen wirft.

Kennen gelernt habe ich den amerikanischen Jazz und Wiskyliebenden Takeda erst in seinem zweiten Fall, in dem er im Mordfall des Internetstars Markus Sassnitz ermittelt. Und doch habe ich gut in den Fall einsteigen können ohne aus dem vorherigen Fall etwas zu vermissen. Denn die jeweiligen Fälle der Krimireihe, in denen der japanische Inspektor Takeda ermittelt, können unabhängig voneinander gelesen werden und sind in sich geschlossen. Takeda der eine ganz eigene Methode entwickelt hat zu ermittelt, stösst bei seiner Kollegin Claudia Harms allerdings an ihre Grenzen. Neben Jazz und Teezeremonien, gibt sich der Inspektor auch einigen Alkoholexszessen hin, und doch ist er genau wie seine deutsche Kollegin Claudia Harms ein hervorragender Ermittler. Dabei erwartet den Leser neben dem richtigen Teekochen auch ein wenig japanische Kultur und Einblicke in das Japanische Eheleben des Inspektors. Nicht ganz so ausgiebig wird das Privatleben der deutschen Ermittlerin Claudia Harms beschrieben, das eher nur oberflächlich angekratzt wird.

 

Der angenehme und flüssige Schreibstil des Autors und der Einsteig in den ersten Fall des Ermittlerteams hat mir gut gefallen. Doch so schnell wie sie den Fall gelöst haben, so rasch flacht auch die Spannung wieder ab, das ich etwas schade fand. Zwar kommt immer wieder eine mitreisende Spannung auf, doch zieht sich diese nicht konstant durch die Geschichte hindurch. Interessant waren jedoch die kulturellen Einblicke Japans die Takeda immer wieder durchblicken lies. Hat sich jedoch einmal eine Spannung aufgebaut, so konnte man regelrecht in den Fall eintauchen und sich von dem fliessendem Schreibstil treiben lassen, sodass die Seiten nur so verflogen sind. Erotische Liebschaften und eine angenehme Portion Humor runden den Kriminalroman ab.

Der zweite Fall des japanischen Inspektors Takeda der neben seiner Leidenschaft für Whisky, amerikanischen Jazz und Teezeremonien auch im Ermitteln überzeugen konnte, hat mir bis auf die immer wieder abflachende Spannung gut gefallen. Bleibt nun zu Hoffen, das sich der Japaner schnell an den Wetterumschwung und die deutschen Umgangsformen gewöhnt, sodass er bald wieder in der Hamburger Szene ermittelt.

Liebevoll Illustrierte Bibelgeschichten ohne Worte

„Die Wimmel Kinderbibel“, ist ein sehr schönes und farbenfroh illustriertes Wimmelbuch mit vielen Geschichten aus der Bibel, gestaltet und illustriert von Mariet Vergara Florez.

Die Wimmel Kinderbibel, ist im Verhältnis zu anderen Bilderbüchern um einiges grösser und sticht durch die wunderschönen und bunten Bildillustrationen hervor. Auf den grossen und dicken Seiten, sind viele Geschichten aus der Bibel zu finden, die durch die schönen und farbenfrohen Illustrationen erzählt werden, ganz ohne Worte.
Kinder werden so, ganz sanft und spielerisch, durch die Bibel geführt, und lernen dabei bildhaft die Geschichten aus der Bibel kennen. Dabei fesseln besonders die vielen unzähligen Details die kleinen Leser und fördern ihre Kreativität und Fantasie.

Auf den grossen bunten Doppelseiten, immer begleitet von einem herzigen Affe, gibt es so viel zu entdecken, sodass das Wimmelbuch, nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen auf grosse Beliebtheit stösst. Eltern können im regen Austausch gemeinsam mit ihren Kindern die Illustrationen besprechen und bei Bedarf die Geschichten in der Kinderbibel nachschlagen und lesen. Dabei sind die illustrierten Geschichten auf den Seiten, chronologisch gut dargestellt und beginnen wie auch in der Bibel mit der Entstehungsgeschichte der Welt. Weiter geht es mit der Arche Noah, über Moses, zu den Wundern Gottes, und vielen weiteren Zeitepochen, bis hin zu Jesus und seinem Paradies am Ende des Buches.

Richtig toll und mit grosser Hingabe hat die Illustratorin die grossen Wimmelbuchseiten gestaltet, die uns bei unserer Entdeckungstour sehr gut gefallen und begeistert haben. Die grossen Buchseiten sind nicht überladen, und doch wimmelt es nur so von Biblischen Geschichten, die darauf warten entdeckt zu werden. Es macht richtig Spass die Buchseiten zu bestaunen, denn es gibt einfach soviel zu entdecken und zu bewundern.
Dabei erzählen die liebevoll und farbenfrohen Illustrationen die Geschichten der Bibel so bildhaft, die ganz ohne Worte auskommen.
Bei einem so tollen Wimmelbuch, hätte ich mir jedoch eine Inhaltsangabe über die sich im Buch befindenden Geschichten gewünscht. Zwar kann man viele der Bibelgeschichten recht klar erkennen, und doch würde ein Hinweis über die Geschichten, das erklären und darüber sprechen erleichtern.

Die Kinder Wimmelbibel, ist ein sehr schönes, kindgerecht und liebevoll gestaltetes Wimmelbuch das ganz ohne Worte die Bibelgeschichten aufleben lässt. Schon Kinder ab 2 Jahren können auf den farbenfrohen Wimmelbuchseiten einiges Entdecken und werden spielerisch durch die Bibel geführt. Eine tolle Entdeckungstour durch bunte und liebevoll gezeichnete Illustrationen, die begeistern und die Fantasie des Kindes anregen.

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Eine schöne und kindgerechte Geschichte über Pflegekinder- und Eltern

Das Kinderbuch „Das fremde Vogelbaby“, ist ein sehr liebevoll illustriertes und kingerechtes Lese- und Vorlesebuch für Kinder, über einen kleinen neugierigen Spatz und das Thema Pflegekind und Pflegeeltern, geschrieben von Natalie Schmidt & Nelli Suckau.

Endlich ist es wieder Frühling, der Wald duftet herrlich nach den blühenden Waldblumen und von überall ist der wunderschöne Gesang der Spatzen und Blaumeisen zu hören. Auch das kleine Spatzenkind, hat das schützende Nest verlassen, um mit seiner Mutter, die ersten Flugversuche zu unternehmen. Sie fliegen dich an den Bäumen und schützenden Ästen entlang denn das kleinen Spatzenkind ist noch nicht ganz so sicher im fliegen.
Doch seine Neugierde ist riesengross, denn es gibt einfach soviel Neues und aufregendes im Wald, für den kleinen Spatz zu entdecken.

Bis der kleinen Spatz in einem fremden Vogelnest, zwei Vogelbabys entdeckt und ihm daraufhin so viele Fragen einfallen, die er sogleich seiner Mutter stellt. Zum Glück treffen sie im Wald, auf die schlaue und sehr kluge grosse Eule, die sich zu ihnen setzt und dem kleinen Spatz und seiner Spatzenmama fast alle Fragen beantworten kann.

Sehr gut hat mir die Geschichte und die Botschaft dahinter gefallen.
Denn das kleine Spatzenkind, lernt bei seinen ersten Flugversuchen nicht nur das selbständige Fliegen, sondern auch einiges über das Thema Pflegekind und Pflegeeltern. Dabei treffen sie auf eine sehr kluge Eule die ihre Fragen hilfsbereit beantwortet.
Auch bei den Menschen kommt es immer wieder vor, das Kinder von Pflegeeltern aufgenommen werden. Dabei können sie genauso viel Liebe und Zuneigung erfahren, wie von ihren leiblichen Eltern. Manchmal bleiben sie bei den Pflegeeltern nur für eine kurze Zeit, manchmal ist die Zeit aber auch von längerer Dauer. Die Geschichte wird abgeschlossen mit einem sehr schöner Spruch, der aus der Bibel stammt, und die Geschichte damit abrundet.
Zum weiteren Diskutieren und Informieren, lädt die letzte Seite des Kinderbuches ein. Denn hier sind ein paar Fragen aufgeführt über die man nachdenken und in gemeinsamer Runde diskutieren kann. Auch wenn man sich selbst überlegt Kinder aufzunehmen oder zu pflegen, kann man sich Hilfe im Internet im Austausch mit Gleichgesinnten suchen.

Auch der Schreibstil der beiden Autorinnen Natalie Schmidt & Nelli Suckau, ist sehr schön und angenehm, die das Thema Pflegekind für Kinder sehr kindgerecht und verständlich in eine nette Kindergeschichte gepackt haben. Dabei sind die Sätze schön kurz gehalten, sodass auch schon Kinder ab 3 Jahren dem kindgerechten Lese und Vorlesebuch sehr gut folgen können.

Sehr passend zu der Geschichte des kleinen Spatzenkindes, sind auch die wunderschönen und sehr liebevoll gezeichneten Illustrationen, die aus der Feder von Swetlana Machleit stammen. Die grossen Bildillustrationen sehen aus wie wunderschöne Gemälde und gestalten sehr farbenfroh die Buchseiten des Kinderbuches. Der Text auf den Seiten ist nicht überladen, sodass die schönen und liebevoll gezeichneten Bilder hervorstechen und toll zur Geltung kommen, und doch hätte die Schrift für Kinder zum Selbstlesen ein wenig grösser sein können.

Uns hat das Kinderbuch, der kleine neugierige Spatz und das Thema angesprochen und gut gefallen. In diesem Kinderbuch, wird sogar schon ganz kleinen Kindern, das Thema Pflegekind und Pflegeeltern in einer netten und kingerechten Geschichte verständlich erklärt und näher gebracht, ohne das die Kinder beim lesen oder zuhören überfordert werden.
Ein sehr nettes und schön gestaltetes Kinderbuch das uns gut gefallen hat, und ich für Kinder ab 3 Jahren zum Vor- und Selbstlesen empfohlen kann.

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Ein Sommer der alles verändert

Der Jugendroman “ Erdbeersommer – Unterm Sternenhimmel“, ist der zweite Band der Erdbeersommer-Reihe, über ein turbulentes Sommerabenteuer, Pferdeglück und einer zarten Teenagerliebe die Liv, gemeinsam mit Kumpel Finn während ihrer Sommerferien erleben, geschrieben von Ilona Einwohlt.

Die 15-jährige Liv, kann es schon kaum erwarten, denn die langersehnten Sommerferien haben gerade begonnen, und sie darf nun endlich wieder zurück ans Meer. Seit sie denken konnte, verbrachte sie ihre Ferien bei ihrer Tante Isodora und Piet auf dem Friesenhof, im ländlich gelegenen Töwerhaven an der Nordsee. Und mit Hauke ihrem über alles geliebten Schimmelhengst.
Während ihrer Schulzeit, lebt Liv zusammen mit ihrer Mutter in Hamburg, wo sie noch nicht einmal einen Balkon haben. Da war die Freude umso grösser in den Ferien endlich wieder die umbeschwerten Weiten und die frische Prise der Nordseeluft zu schnuppern.

Doch der Sommer beginnt für Liv und die Bewohner Töwerhavens, mit einer Katastrophe. Eine schwere Strumflut und Unwetter wütet über die Nordsee und zerstört Teile der Region, Häuser und Existenzen.  Auch das Ferienparadies ihrer Tante wurde von dem Unwetter in Mitleidenschaft gezogen und versetzt die Bewohner des Friesenhofes in Angst und Schrecken. Fluchtartig verlassen die Gäste den Friesenhof und auch weitere Einnahmequellen sind nicht in Sichtweite. In ihrer Not, beschliessen Isodora und Piet, Livs geliebtes Pferd Hauke zu verkaufen. Auch Finns Eltern, die durch den Sturm ihr gut laufendes Restaurant verloren haben, wissen sich nicht anders zu helfen und  müssen auch Finns Pferd, Morango zum Verkauf anbieten.

Liv die ein Gespräch zwischen Isodora und einer möglichen Käuferin mitbekommt ist entsetzt. Ein Leben ohne Hauke ist für sie unvorstellbar. Sie sieht ihre einzige Chance Hauke behalten zu können, indem sie mit ihm von zu Hause abhaut. Auch ihr Kumpel Finn schliesst sich ihr an, und gemeinsam durchreiten sie ein unvergessliches Sommerabenteuer voller Höhen und Tiefen.

Die Geschichte beginnt mit einem grossen Donnerwetter, indem alle Bewohner des Friesenhofs Reißaus von Piet nehmen. Sein Charakter wird als sehr eigensinnig beschrieben dem man bei schlechter Laune besser aus dem Weg geht. Isodora die Tante von Liv, hat sich an die Schwankungen ihres Mannes Piet bereits gewöhnt, ist eine sehr liebenswerte und hilfsbereite Person die mir durch ihre schlichtenden Art gut gefallen hat. Auch Liv die eine der Hauptcharakter ist, wurde sehr liebevoll, leicht eigensinnig beschrieben, die genau weiss was sie will. Ihre grosse Liebe zu ihrem Pferd Hauke wird ganz wundervoll beschrieben, sodass man ihr abnimmt, welche grosse Gefühle sie für das Pferd empfindet. Im Verlauf der Geschichte kommt sie ihrem Kumpel Finn näher, sie zanken sich, haben Meinungsverschiedenheiten und Knutschen wild miteinander, das ein typisches Teenagergehabe für mich darstellte. Die aufkommenden Gefühle und Romanze der beiden ist greifbar und so sieht man die beiden schon als Liebespaar im Liebesglück schwelgen. Umso unbegreiflicher war mir am Schluss Livs Abweisende Art Finn gegenüber. Plötzlich sollten sie nur noch Freunde sein, und ihr Glück würde sie voll und ganz in ihrer neuen Tätigkeit und ihrem Pferd Hauke finden? Dies war für einen Teenagerroman die ihre erste Liebe erfahren für mich etwas unrealistisch dargestellt. Ein wahnsinnig toller Charakter war Oma Brinkum, die mit ihren schönen und Waisen Worte zum nachdenken angeregt hatte. Von ihr hätte ich zu gerne noch viele weitere Gespräche belauscht.
Auch Finn, seine Eltern, Camilla und die vielen weiteren Nebencharakter passen gut in die Geschichte und runden diese ab.

Sehr jugendlich und angenehm zu lesen war auch der Schreibstil der Autorin der mir gut gefallen hat. Denn hat man einmal mit dem Lesen begonnen, sind die Seiten nur so dahingeflogen und man konnte richtig in Livs Abenteuer eintauchen.
Obwohl ich mit dem zweiten Band der Erdbeersommer-Reihe begonnen habe, konnte ich gut in die Geschichte hineinfinden ohne das mir hierzu Vorabinformationen  gefehlt haben. Die Bänder sind ineinander geschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Und doch erhält man als Leser immer wieder kurze und verständliche Rückblicke, die auf den vorherigen Band schliessen lassen, das für mich sehr informativ und spannend zu lesen war. Während dem Verlauf der Geschichte, baut die Autorin eine steigende Spannung auf, die mit der Katastrophe ihren Anfang nimmt. Immer wieder passieren unvorhersehbare Wendungen die das Abenteuer interessant und spannend machten. Auch die grosse Liebe, der Charaktere zu den Pferden kann man als Leser fast greifbar spüren und nachvollziehen.
Einzig das Gefühlsleben der beiden Teenager und das etwas abgehackt wirkende Ende waren für mich nicht ganz schlüssig und etwas schwer nachvollziehbar. Und doch ist die Erdbeersommer-Reihe ein netter und jungendlicher Sommerroman bei dem nicht nur Pferdeliebhaber sondern auch jung gebliebene Erwachsene und Teenager auf ihre kosten kommen.

Erdbeersommer, ist ein schöner und jugendlich geschriebener Pferderoman über Gefühle, Freundschaft, Jugendliebe und Pferdeglück.

Spielspass für Gross und Klein, ein echter Hingucker

Der leuchtende Fussball ist ein Traum für alle Fussballfans die sich auch bei Dämmerung nicht vom Fussballspielen abbringen lassen. Auch ich habe eine Fussballbesessene Familie, Kinder und Verwandte. Auf jeder Feier wird früher oder später der Fussball ausgepackt und schon geht das grosse Kicken durch die Runde.
Als ich den leuchtenden Fussball zum ersten mal gesehen habe, war sogar ich Feuer und Flamme für den Ball, und wusste das ich damit meinen Männern zu Hause eine grosse Freude mache würde.

Der Leuchtfussball muss jedoch vor dem ersten Benutzen mit der mitgelieferten Handpumpe aufgepumpt werden. Das ist ein kleiner Kraftackt der sich jedoch lohnt. Und doch finde ich die kleine Handpumpe nicht wirklich hilfreich, denn der Ball wird nicht komplett wie man es von einem Fussball kennt, hart sondern ist noch leicht weich. Zumindest ich habe es nicht hinbekommen das der Ball richtig fest und hart wurde. Beachten sollte man bei der Handpumpe, das sich die Luftspitze die in den Fussball gesteckt wird, im seitlichen Griff der Handpumpe befindet. Hierzu muss man lediglich die Verschlusskappe entfernen und die Spitze herausholen.
Zusätzlich erhält man ein Extra-Set mit 6 weiteren Batterien die man schnell und einfach mit dem mitgelieferten Werkzeug auswechseln kann. Die Batterien halten für ca. 30 Stunden Leuchtzeit, so die Angaben des Herstellers und sind leicht auszutauschen. Werkzeug und Anleitung werden mitgeliefert und erleichtern den Batteriewechsel.

Jeweils seitlich am Fussball, befinden sich zwei transparente Knöpfe, in welche sich die Batterien befinden. Hier sind auch die beiden LEDs verarbeitet, die im inneren des Fussballs leuchten, sobald man diesen antippt, berührt oder mit ihm spielt. Das Licht bleibt nur an, wenn aktiv gespielt wird und schaltet sich automatisch nach ca. 30-40 Sekunden ohne Bewegung oder erneutes spielen, wieder ab. Dabei leuchtet der Fussball recht hell und nach wenigen Sekunden ohne Bewegung wird das Licht leicht gedimmt bis es nach 40 Sekunden komplett erlischt. Im Dunkeln ist der Ball gut zu erkennen und dem nächtlichen Fussballvergnügen steht somit nichts mehr im Weg.

Hergestellt ist der Leuchtfussball aus strapazierfähigem, lichtdurchlässigem Spezial-Kunststoff, der als Eigenschaft stabil, haltbar und sogar wasserfest ist. Der Fussball lässt sich wie ein gewöhnlicher Fussball spielen. Von der Farbe ist der Fussball orange der mit weissen Plättchen versehen ist. Durch diese leuchtet der Fussball sodass er bei Dunkelheit gut erkennbar ist.
Der Leuchtfussball kann vom Hersteller in unterschiedlichen Grösse bezogen werden. Wir haben den Fussball in der Größe 3 bestellt, das einem Durchmesser von ca. 61 cm, und einem Leichtgewicht von 290 g, entspricht.
Die Größe 3 ist eine Jugendgröße und durch das geringere Gewicht für Kinder und Jugendliche besser geeignet als die Größe 5.

Uns hat der Leuchtfussball schon einen Heiden Spass bereitet, mit dem wir schon einige Fussballspiele gewonnen und auch verloren haben. Nr. 3 ist etwas kleiner als ein gewöhnlicher Fussball, bietet jedoch ein genauso grossen Spielspass wie Nr. 5 das der grösseren Variante entspricht. Ich bin super zufrieden und kann den leuchtenden Fussball allen Fussballfans die auch noch im Dunkeln Fussballspielen nur empfehlen. Ein garantierter Spass für Gross und Klein.

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Die Online Omi Renate Bergmann twittert ihre Kreuzfahrt

Der als Bestseller ausgezeichnete Roman „Besser als Busfahren – Die Online-Omi legt ab“, ist ein irrwitziges Abenteuer, das die beiden Rentnerfreundinnen Renate und Gertrud bei ihrer Kreuzfahrt über das Mittelmeer erleben, getwittert von Renate Bergmann und geschrieben von Torsten Rhode.

Renate Bergmann, geb. Strelemann, wohnt in Berlin, ist vierfach verwitwet und Twitter sich mit ihrem neuen Klappcomputer, durch die ganze analoge Welt es Internets.

Doch als 82-Järige Rentneromi, braucht eine Renate Bergmann nicht mehr viel zum Glücklichsein. Das Geld der Rente, reicht locker für die Miete, sodass am Ende des Monats sogar noch etwas übrig bleibt. Wie könnte sie also ihr Geld besser investieren, als in ein ausgiebiges Verwöhnprogramm und Urlaub. Schliesslich gilt es, das Leben in vollen Zügen zu geniessen solange man sich noch bewegen kann, denn wer weiss schon wie lange es noch ohne Pflegekraft geht? So beschliesst Renate, mit einer Flasche Korn im Gepäck, sich und ihrer Freundin Gertrud einen 3-Wöchigen Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff zu spendieren.

Langweilig wird es den beiden Damen dabei nicht, soviel sei gesagt, denn wenn eines sicher ist, dann, dass die beiden Rentnerinnen wissen, wie man Spaß auf einem Kreuzfahrtschiff, das über das Mittelmeer tickert, ohne dabei überkreuzt zu fahren, haben kann.

Die lustige Online Omi, erzählt von ihrem Urlaub, indem sie weit mehr als nur über einen gefüllten Schrank voll flauschiger neuer Handtücher und einer prall gefüllten Tupperdose voll Wurst erzählen kann. Denn die beiden Rentnerfreundinnen lassen es auf dem Kreuzfahrtschiff so richtig krachen und dürfen nicht nur als Ehrengäste am Kapitänstisch, am angepriesenen Abenddinner sitzen, sondern treffen auch noch auf Sascha Hehn, dem Chefkellner vom Traumschiff.

Mit ihrer vorlauten und charmant, witzigen Art, twittert sich Renate Bergmann, nicht nur in die Herzen der Schiffsbesatzung sondern auch direkt in mein Herz. Mit den Worten „wissen Se“ hat mich Renate so einige male beherzt auflachen und schmunzeln lassen. Es sind jedoch auch ihre erlebten Abenteuer die begeistern und besonders und lesenswert machen. Denn Renate Bergmann ist eine abenteuerlustige Omi die ihr Leben mit vollen Zügen geniessen will und schreckt dabei auch vor kleinen Turbulenzen nicht zurück. Wenn normale Renteromis eine Kaffeefahrt buchen, stürzt sich eine Renate Bergamm, bewaffnet mit einer Flasche Korn und genügend Topflappen im Handgepäck, mitten ins Getümmel und legt ab. Sie ist einfach eine Wucht. Aber auch Gertrud ist ein sehr sympathischer und liebenswert beschriebener Charakter die man einfach ins Herz schliesst und gern hat. Die beiden sind einfach eine Wucht und sind ein abenteuerliebendes Rentnerduo die sich noch lange nicht in Rente befinden.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht Renate Bergmanns, die ihren erlebten Urlaub aufschreibt und durchs Internet twittert. Dabei spricht besonders der einzigartige Schreibstil in Erzählform des Autors an. Denn dieser ist so charmant, witzig und mitreisend geschrieben, das man schier nicht mehr aufhören möchte zu lesen, wobei die Seiten nur so verfliegen. Dabei gehen auch die Handlungsstränge sehr fliessend ineinander über, sind verständlich aufgebaut, sodass man beim Lesen in die Welt der beiden Renteromis eintaucht, und mit ihnen ablegt.

Aufgebaut ist der Roman in mehrere Abschnitte, die durch eine lustige und fett markierte Überschrift in eins bis zwei Sätzen hervorgehoben wird. Vom Aufbau bis hin zum Ende der Geschichte, blieben mir als Leser keine Wünsche offen und haben mir restlos gefallen.
Richtig warm und herzzerreissend schön wurde auch das kurze Abschweifen über die Bedeutung wahrer Freundschaft, formuliert. Denn es steckt ein wahrer Kern dahinter, den Renate mit ihrem Statment trifft und anspricht. Nur wer sich kennt, achtet und mag, der schafft es seine Freundschaft zu erhalten und zu vertiefen. Denn man muss füreinander da sein, zuhören können sowohl in Guten als auch in schlechten Zeiten um wahre Freundschaft zu erfahren.

Die Kreuzfahrt von Renate Bergmann hat mich mitgerissen und begeistert. Dabei wurde eine konstant gleichbleibende Spannung aufgebaut die mich als Leser in die Welt der online Omis mitgerissen hat. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, habe viel gelacht und geschmunzelt über Renates Verhalten, ihre herrlich charmant, witzige Art und dem tollen mitreisenden Schreibstil, sodass der Roman für mich ein grosses Lesevergnügen war. Ein lesenswerter herrlich witziger Roman über zwei Renteromis die eine Kreuzfahrt machen.

 

 

Gelungenes Finale des Kunstfälschers Felix Ambach

Die Kriminalromane „Die Suite“ und „Die Falle“, sind die beiden Finalbänder der AMBACH-Krimiserie, in denen Felix Ambach mit seinem Partner Gabriel einen Millionendeal abschliesst, ein Mord passiert und er zunehmend hinter die bösartigen Machenschaften des Kunsthändlers kommt, geschrieben von Jörg Steinleitner und Matthias Edlinger.

Es ist ein Millionendeal, den Felix Amabach mit Kunsthändler Gabriel de Mono und seiner Freundin Dana durchziehen. Der mittellose Schreiner Felix Ambach, ist zum millionenschweren Kunstfälscher avanciert, denn der heikle Piccasso-Coup wurde zum Millionendeal der das Leben der drei auf einen Schlag schlagartig in millionenhöhe veränderte. Felix Ambach sieht nun den Zeitpunkt gekommen, mit seiner Dana eine gemeinsame Zukunft zu plenen, mit dem fälschen von Kunswerken aufzuhören und dabei gleichzeitig dem skrupellosen Gabriel den Rücken zu kehren.

Doch Dana verhält sich nach dem Deal äussert merkwürdig und wendet sich ohne Vorwarnung von ihm ab. Er kann ihren  Sinneswandel nicht verstehen und plötzlich geht alles den Bach hinunter. Um den Schock zu verarbeiten, sucht Felix Trost im Drogenrausch und in der Kunst. Plötzlich steht auch seine Ex Maria vor der Tür und bittet ihn, Sie und Tochter Soleil bei ihm aufzunehmen. Dabei enthüllt sie ihm ein lang gehütetes Geheimnis.
Er ist verzeweifelt, weiss keinen Ausweg und mietet eine überteuerte Galerie in München an, um endlich seine eigenen Werke zu erschaffen. Doch das ist schwieriger als gedacht, denn Felix wird zunehmend Grössenwahnsinnig und steht sich damit selbst im Weg.

Die Geschehnisse überschlagen sich und Felix weiss nicht mehr, wem er glauben und vertrauen soll. Als sich dann auch noch das Ermittlerteam der Mordkommission an seine Fersen heftet, steht ihm das Wasser bis zum Hals. Ihm bleibt nur noch eine äusserst waghalsige Möglichkeit die Überhand über die Situation zu gewinnen und dabei seine eigenen Haut zu retten. Und so schmiedet er seinen riskanten Plan, bevor sich die Schlinge um Felix Hals, weiter zuzuziehen droht.

Wie schon bei den vier vorherigen Teilen der Ambach-Serie, ist der Schreibstil der beiden Autoren gleichbleibend angenehm und fliessend. Wobei dem Leser gar nicht auffällt, das zwei Autoren die Geschichte geschrieben haben, das ich sehr beeindruckend fand.

Auch in den beiden Finalbänder, beginnt die Geschichte mit einem gelungenen und spannend eingeleiteten Cliffhanger, der den Leser in das spannungsgeladene Finale der Kunstfälscherei aus Machgehabe und Intriegen mitreist. Wiedereinmal haben es die Autoren geschafft, einen straffen Spannungsbogen zu erzeugen, der mitreisend, spannend und die vorhigen Bänder bei weitem übertrifft. Der entstandene Nervenkitzel zwischen Mordlust und Wahnsinn war dabei spürbar und als Leser hat es wahnsinnig spass gemacht den letzten Akt der Rache mitzuverfolgen.
Obwohl das Ermittlerteam nicht an Ermittlungsskärke trumpfen und überzeugen konnten hat mir die Handlung in der Geschichte gefallen. Denn die Handlungsstränge waren durchweg verständlich und gut aufgebaut, sodass die Ambach-Serie für mich zu einem gelungenen, mordlüsternden Kunstfälscherkrimi aus zwielichtigen Geschäften, geworden ist.

Die Ambach-Serie ist ein gelungener Kunstfälscherkrimi der mit jedem Band spannend und mitreisender wurde und mit den beiden Finalbänder den Höhepunkt der Serie ereichte. Hat man einmal mit dem Lesen der Serie begonnen sollte man unbedigt, nicht nur wegen der Cliffhanger am Ende sondern auch wegen der rasanten Weiterentwicklung der Charaktere und dem spannungsgeladenden Handlungsverlauf, der Geschichte des Kunstfälschers Felix Ambach weiter folgen.

Waren die Cliffhanger am Anfang der Serie für mich eher ungewohnt und die Spannung etwas zu abgeflacht, konnten diese mit dem einleiten des Finalreihe voll und ganz überzeugen und mich in ihren Bann ziehen. Die Ambach-Serie läuft beim Lesen, wie ein kleiner Film ab, der mich als Leser voll und ganz in die Story hat eintauchen lassen.
So stelle ich mir eine gelungene Krimiserie vor, die ich mir durchaus als mehrteiligen Kunstfälscherkrimi im TV vorstellen könnte.