Per App zum Traummann

Der humorvolle Chick-Lit Roman „Das Traummann Projekt“, beschreibt die Typverwandlung eines netten und einfühlsamen Kerls, der zum Traummann mutiert, und dabei seine grosse Liebe findet, geschrieben von Lea Musshoff.

Die Geschichte handelt von Martin, ein eher schüchterner und zurückgezogener Informatiker, der leider so gar nichts mit Till Schweiger oder einem Alpha-Tier gemeinsam hat. Als ständiger Dauersingle, hat er es auch bei den Frauen nicht einfach und selbst seine Arbeitskollegin und beste Freundin Nina, sieht in ihm nur einen netten und einfühlsamen Freund der in schweren Zeiten tröstet und einfach immer da ist. Doch sein insgeheimes Ziel ist es, irgendwann Nina als seine Freundin, Frau und Mutter seiner Kinder zu nennen.

Als sein Vater ins Altersheim zieht und Martin das Haus für sich alleine hat, wittert er seine Chance, Nina zu sich zu holen um ihr etwas näher zu sein. Doch leider hat er die Rechnung ohne Matthias gemacht. Er ist der beliebte Arbeitskollege von Martin, wird von den Frauen reihenweisse umscharrt und ist seit neustem der Mann an Ninas Seite. Beide ziehen bei Martin mit ein, und auch Ninas Zwillingsschwester, die das absolute Gegenteil von ihr ist, findet Unterschlupf im Keller. Als sich dann auch noch sein Smartphone zu Wort meldet, glaubt Martin völlig durchzudrehen. Eine nur für ihn hörbare App, namens Gabriella, möchte aus dem zurückgezogenen Martin ein Gewinner und Traummann machen. Das Projekt Traummann nimmt trotz ständiger Hindernisse, allmählich an Fahrt an.

Die Geschichte ist zu Beginn, verständlich aufgebaut, und auch der Schreibstil ist flüssig und gut leserlich. Man lernt Martin, als einen naiven und schwachen Typen kennen, der bisher nicht allzuviel Freude mit sich und seinem Leben geniessen konnte. Er tut alles für seine Nina, die natürlich dankend und ohne mit er Wimper zu zucken seine Hilfe annimmt. Die Idee mit der Handyapp, die sich für Martin als Hilfreicher Therapeut entpuppt, finde ich super umgesetzt. Allerdings wird mir die Geschichte am Schluss etwas zu flach, wirkt leicht aufgesetzt und ist irgendwie vorhersehbar. Trotz allem, ein lesenswerter und amüsanter Chick-Lit Roman der auch witzig und charmant rüberkommt.

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